Naturpark Mincio
Dieser Naturpark erstreckt sich entlang des Flußtals des Mincio vom Gardasee, dessen Abfluß er ist, bis hinab zur Mündung in den Po. Die Landschaft variiert zwischen sanften Moränenhügeln im Norden und terrassenförmig abfallenden Ebenen im Süden, zwischen schwungvollen Mäandern und den Seen um Mantua. Zudem wird sie vielerorts von einem ausgeklügelten System historischer Schleusen und Kanäle durchzogen.
Einige, zum Teil einzigartige Landschaftsgebiete wurden unter Naturschutz gestellt. Dazu zählen die Valli del Mincio zwischen Rodigo und Mantova, ein ausgedehntes Sumpfgebiet. Im Naturschutzgebiet Vallazza zwischen Mantova und Virgilio, hat sich dort, wo früher vom Fluß angeschwemmte tonhaltige Sedimente abgebaut wurden, das Wasser gesammelt. Das Moränenbecken bei Castellaro Lagusello wurde als eines der wenigen noch erhaltenen ebenfalls unter Naturschutz gestellt (Complesso morenico di Castellaro Lagusello).
All dies sollte man vielleicht am besten mit Muße zu Fuß, mit dem Rad entlang der vielen, gut ausgebauten Fahrradwege oder auch mit dem Boot (z. B. von Rivalta aus) erkunden. Neben ihren landschaftlichen Reizen hat die Region jedoch auch kunsthistorisch Wertvolles zu bieten. In Volta Mantovana ist der Palazzo Gonzaga Cavriani mit seinen freskenbemalten Sälen und dem herrlichen Park einen Besuch wert.
Der Ort Cavriana ist nicht nur Sitz des Archäologischen Museums des Alto Mantovano, sondern beherbergt in der romanischen Kirche Santa Maria della Pieve auch eine schöne Barmherzigkeitsmadonna aus dem 15. Jahrhundert.
Am Mittellauf des Mincio befindet sich im Bosco della Fontana eine weitere, streng geometrisch angelegte Villa der Gonzaga. Die Entwässerungsmaschine der Travata in Bagnolo San Vito bezeugt den tausendjährigen Kampf der Mantuaner gegen das Wasser.
Kulinarisch betrachtet, verbindet der Mincio zwei renommierte Weinanbaugebiete miteinander: die Colli Morenici Mantovani südlich des Gardasees und das Oltrepò Mantovano im Mündungsgebiet.
Geschrieben in Italien