Lago d’Iseo

Zwischen dem Lago di Garda und dem Lago di Como liegt der Lago d’Iseo. Im Süden von der Poebene begrenzt, mutet der See mit den im Norden angrenzenden Gebirgsketten schon sehr alpenländisch an. Von Sulzano, Sale Marasino und Tavérnola aus erreicht man mit dem Schiff die Insel Monte Isola, die größte Seeinsel in ganz Europa.

Auf ihr erhebt sich 600 m hoch der gleichnamige Inselberg, der einen Aufstieg lohnt: Von der Wallfahrtskapelle in Cerignola hat man einen herrlichen Ausblick auf den See und die Alpen. Wer dann eine Stärkung braucht, sollte unbedingt den Fisch des Lago d’Iseo probieren, besonders Coregone, Pesce Persico oder in Clusane gebackene Schleie, die Tinca.

Südöstlich des Sees erstreckt sich bis nach Brescia die Franciacorta, die immer mehr von den Touristen geschätzt wird. Vor Jahrhunderten schon entdeckte der erholungsuchende Brescianer Adel diese Gegend für sich, wovon noch heute zahlreiche alte Landsitze zeugen.

Entlang dieser Villen und kluniazensischer Klöster verläuft auch die Weinstraße der Franciacorta, an der man die guten Weine und Spumanti der Region verkosten sollte.
Die Franciacorta ist übrigens das einzige Gebiet mit der kontrollierten und garantierten Herkunftsbezeichnung (DOCG) für die sehr guten Spumanti Franciacorta.

Touristisch weitgehend unberührt ist der im Nordosten des Lago d’Iseo gelegene Lago di Endine. Dieser idyllische Badesee ist von üppiger Vegetation umgeben. Schönster Ort ist am südöstlichen Ufer das ruhige Monasterolo del Castello mit seiner einladenden Badewiese.

Durch seine landschaftliche Vielfalt bietet das Gebiet um den Lago d’Iseo zu jeder Jahreszeit gute Sportmöglichkeiten. Im Winter findet man beispielsweise in Ponte di Legno-Tonale, Aprica und Monte Campione ideale Wintersportbedingungen. In Boario, Cividate Camuno und Ossimo läßt sich das Klettern erlernen. Für Trekking und Mountain Bike gibt es überall gut erschlossene und ausgeschilderte Wege durch bezaubernde Wälder und Täler. Der Lago d’Iseo selbst lädt natürlich zum Segeln und Kanufahren ein. An einigen Stellen, zum Beispiel zwischen Vello und Toline, erlauben kräftige Winde aus den Seitentälern sogar das Surfen.

Geschrieben in Italien

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