Die nordägäischen Inseln
Die Insel Thássos
mit ihrem Hauptort Thássos hat eine Größe von 379 qkm und 16000 Einwohner, wovon 3500 in Thássos leben. Die Lebensgrundlage der dortigen Bevölkerung ergiebt sich aus Landwirtschaft , Fischfang, Marmorbrüche und den Fremdenverkehr. Die Insel ist reich bewaldet und hat einen fruchtbaren Boden. Die schönen Strände bieten gute Bedingungen für Wassersport und unterstützen den weiteren Ausbau der touristischen Erschließung von Thássos. Insgesamt weist die Insel ein gut ausgebautes Straßennetz auf. Auch die Busverbindungen zwischen den Orten sind sehr gut.
Folgende Sehenswürdigkeiten auf Thássos sollte man als Besucher besichtigt haben: die Stadt Thássos mit dem antiken Theater und dem Akropolishügel; das Vágis-Museum in Potamiá; das Ausgrabungsgelände von Aliki; das Kloster Archángelos und die umliegenden Bergdörfer mit ihrer eigenständigen Architektur.
Die Insel Samothráki
mit ihrem Hauptort Samothráki hat eine Größe von 178 qkm und 3500 Einwohner, wovon 2000 in Samothráki leben. Auf dieser Insel ist die Landwirtschaft, der Fischfang und etwas Fremdenverkehr der Lebensunterhalt der Inselbewohner. Die Insel ist gebirgig und wasserreich; hat einen dichten Waldbestand und mehrere, meist steinige Strände. Touristisch ist Samothráki nur wenig erschlossen. Bei einem Besuch der Insel sollte das “Heiligtum der Großen Götter” in Paleópolis, die Wasserfälle bei Kremasto und der Mondberg besichtigt werden.
Die Insel Limnos
mit ihrem Hauptort Mirina hat eine Größe von 478 qkm und 25000 Einwohner, welche hauptsächlich von der Landwirtschaft leben. Die stellenweise fruchtbare Insel ist überwiegend mit viel Macchia überzogen. Trotz ihrer guten Badestrände weist Limnos kaum Fremdenverkehr, dafür aber umso mehr griechische Militärpräsenz auf. Auf der Insel ist die Stadt Mirina; das Kabiren-Heiligtum und die einzelnen kleine Inseldörfer besonders sehenswert.
Westmakedonien
bekannt durch lange Gebirgsketten (wo sich bekannte Wintersportzentren befinden) mit dicht bewaldeten Hängen; breite Flüsse; Wasserfälle; weite Täler und tiefe Schluchten. Große Täler mit Pfirsich-, Kirsch- und Apfelbaumplantagen sind hier übliche Bilder. Es gibt traumhafte Seen und Naturschutzgebiete.
Wer in dieser Region Griechenlands Urlaub macht, sollte sich auf keinen Fall die Städte Édessa, Kastoriá, Katafigio und das Naturschutzgebiet der Préspa-Seen entgehen lassen.
Édessa
befindet sich auf einem Plateau vor den Höhen des Vérmion-Gebirges. Die Stadt ist als Hauptumschlagsort der Obsternte und als Zentrum der Konservenindustrie wirtschaftlich bekannt. Besonders sehenswert ist hier der 25 m hohe Wasserfall “Karanos” im Norden der Stadt.
Ebenfalls sollte hier die Tropfsteinhöhle unter halb des Kataraktes besichtigt werden.
Der Abkühlung kann außerdem der oberhalb liegende schattige Stadtpark dienen. Ein Besuch des Erzbischöflichen Palais mit der Kirche Koimisistis Panagias ist ebenso empfehlenswert.
Von Édessa kann man noch einen lohnenden Ausflug zum Vegoritis-See machen.
Flórina
ist mit 11200 Einwohnern die letzte größere Stadt vor der mazedonischen Grenze, liegt in 680 m Höhe und ist wegen seines guten und im Sommer sehr angenehmen Klimas bekannt. Flórina ist ein idealer Ausgangspunkt für einen Besuch der Préspa-Seen und bietet im Winter in seiner Umgebung zahlreiche Möglichkeiten zum Skiabfahrts- und Langlauf. 2,5 km außerhalb der Stadt liegt der kleine Zoologische Garten.
Ein Besuch der nahegelegenen Préspa-Seen sollte sich niemand entgehen lassen. Sie zählen zu den unberührtesten Naturlandschaften Griechenlands und werden in den Großen Préspa-See, welcher mit 189 qkm Mazedonien, 48 qkm Albanien und 38 qkm Griechenland angegliedert ist, und den 43 qkm großen Kleinen Préspa-See, welcher ganz auf griechischem Staatsgebiet liegt, unterteilt. Das gesamte Gebiet um den Großen Préspa-See ist zum Nationalpark erklärt. Fauna und Flora bieten hier eine sehr große und schützenswerte Artenvielfalt auf.
Kastoriá
liegt auf einer Halbinsel und ist von den bewaldeten Gebirgen Vitsi und Grámmos umgeben. Sie ist eine lebhafte Handelsstadt mit ca. 20000 Einwohnern. Bekannt ist die Stadt über die Grenzen hinaus für ihre gute Pelzverarbeitungsindustrie.
Interessant für Besucher der Stadt ist das alte Herrenhaus “Natzis-Haus”, das Volkskundemuseum und das Byzantinische Museum. Außerdem sollte sich jeder Tourist die Zeit nehmen für eine Bootsfahrt über den Kastoriá-See, womit man einen Besuch der Klosterkirche Panagia Mavriótissa verbinden kann. Épirus gehört zusammen mit den Ionischen Inseln und den beiden Regierungsbezirken Ätolien und Evritanien zu Nordwest-Griechenland. An Épirus grenzt nördlich Albanien, westlich das Ionische Meer, südlich der Ambrakische Golf und östlich das Pindos-Gebirge. Grundsätzlich lässt sicht Épirus sich in die Nomoi Ioánnina, Árta, Préveza und Igoumenitsa gliedern. In der Provinz Épirus leben 8,6 % der griechischen Gesamtbevölkerung auf 14,4 % der Gesamtfläche. Im Hautport Ioánnina leben allein 40000 Einwohner. Landschaftlich ist Épirus von Gebirgsketten durchzogen und die lang gezogene Küste hat teilweise sehr schöne Strandabschnitte zu bieten, ist aber fast hafenlos. In den letzten Jahren setzt sich auch der Fremdenverkehr langsam durch. Für die Bevölkerung Épirus lebt überwiegend von Viehzucht , Baumwoll-, Tabak- und Weinanbau, Obstplantagen und dem zunehmenden Fremdenverkehr.
Igoumenitsa
ist die westlichste Hafenstadt des griechischen Festlandes. Bei einem Besuch der Stadt finden sie alles, was das Urlauberherz begehrt, wie z.B. Souvenirläden, Restaurants und Cafés. Es lohnt sich die Kastellruine oberhalb der Stadt zu besuchen und in der nördlich gelegenen Bucht Drépano baden zu gehen. In der Umgebung der Stadt befinden sich die Schluchten des Balkan, die Quellen des Acheron und das Totenorakel am Acheron.
Ioánnina
liegt ca. 100 km von Igoumenitsa entfernt und ist die Hauptstadt von Épirus. Die Stadt liegt am Pambótis-See. In der Stadt gibt es einige sehenswerte Herrenhäuser des 16.Jahrhunderts. Ausserdem sollte man sich auch die Aslan-Pascha-Moschee und die Fetiye-Moschee ansehen. Eine Besichtigung des Archäologischen Museums, des Volkskunde-Museums, der Zitadelle und der Seeinsel Niki mit ihren Klöstern ist ebenfalls empfehlenswert. In der Umgebung gibt es weitere zahlreiche lohnende Ausflugsziele, wie z.B.: die Orakelstätte Dodóna; die Zagoriá-Dörfer; das Pindos-Gebirge; die Bergflüsse Loúros , Metsovitikós und Árachthos; der Nationalpark Vikos Aóuu; die Tropfsteinhöhle bei Prámanta und die Tropfsteinhöhle von Pérama.
Árta
ist mit 22000 Einwohner die zweitgrößte Stadt von Épirus und liegt in einer Fußschleife des Árachthos. Ein Besucher sollte in jedem Fall die Zitadelle, die Metropolitenkirche Panagia Parigoritissa, die Brücke von Árta und die Kirchen und Klöster in Ártas Umgebung gesehen haben. Ausserdem ist ein Besuch des Ambrakischen Golfes, welcher ein wahres Vogelparadies ist, unbedingt empfehlenswert.
Geschrieben in Griechenland