Brescia
Die Stadt Brescia ist bekannt für ihren Reichtum und ihre starke Wirtschaftskraft. Doch wird der Besucher erstaunt sein, wie viele Kunstschätze sie ihm zugleich bietet: Er wird kostbaren Bauwerken aller Epochen begegnen und reich bestückte Museen vorfinden.
Die Reise durch die Geschichte Brescias, nach der Legende schon im 5. Jahrundert v. Chr. gegründet, beginnt im Herzen der Stadt, am Foro Romano. Seit dem 19. Jahrhundert wurden hier die Überreste öffentlicher Gebäude wie der Basilika, des kapitolinischen Tempels und des Theaters ausgegraben, aber auch die Privathäuser mit ihren Mosaiken und Fresken sind würdige Zeugen römischen Glanzes (besonders schön: Domus del Ninfeo und Domus dell’Ortaglia).
Auf dem Weg von der Piazza del Foro zur Via dei Musei schreitet man dann weiter direkt ins Mittelalter. Das Monastero di Santa Giulia, 753 gegründet, wurde über die Jahrhunderte hinweg bis in die Zeit der Renaissance immer wieder erweitert. Das Kloster ist heute Sitz des Stadtmuseums. Etwas später beginnt die Baugeschichte des Kastells auf dem Cidnéo-Hügel (13.-16. Jahrhundert), das man über die von alten Häusern gesäumte Contrada Sant’Urbano erreicht. Seine Außenmauern sind von herrlichen Gärten umgeben.
Eine wichtige Drehscheibe des städtischen Lebens und darum nicht zu versäumen sind auch die Piazza della Loggia mit der Loge und dem alten Rathaus (15./16. Jahrhundert) und die nahe Piazza Paolo VI. (ehemals Piazza Duomo) mit dem Duomo Vecchio (12. Jahrhundert) und dem Duomo Nuovo (17.-19. Jahrhundert). Von den zahlreichen über die ganze Stadt verteilten Kirchen scheint beinahe jede im Besitz kostbarer Ausstattungsstücke zu sein. Einige wichtige Gemälde von Moretto und Romanino finden sich vor allem in Santi Nazaro e Celso, San Clemente und San Francesco.
Die Brescianer Küche orientiert sich stark an der umliegenden Provinz, d. h. es finden sich die üblichen Casonsei- (Ravioli-) und Polentagerichte. Sehr typisch sind die Fleischspieße aus kleinen Vögeln und Lendenscheiben. Den Kenner werden die guten Weine der Colli Longobardi begeistern.
Geschrieben in Italien